Sashka verwendete KuchenTV im Januar 2026 in einem Video über öffentliche Geldprobleme und Spenden an Creator als Beispiel. KuchenTV kritisierte, sie habe ihn mit anderen Fällen vermischt und einen Ausschnitt über gesunkene Einnahmen ohne den für ihn entscheidenden Steuerkontext gezeigt. Seine ursprüngliche Passage enthält tatsächlich unmittelbar danach den Hinweis auf eine hohe offene Steuerzahlung; dieser Teil erscheint im von Sashka gezeigten Ausschnitt nicht. Sashka nennt die Steuerschulden aber in ihrer eigenen Einleitung. KuchenTV behauptete zunächst, sie habe sie gar nicht erwähnt, räumte diesen Fehler am 26. Januar im Stream ein und wiederholte die Korrektur am 28. Januar. Ob die gesamte Darstellung trotz der Einleitung irreführend wirkte, bleibt eine davon getrennte Bewertung. In den bis zum 30. September 2026 ausgewerteten Quellen wurde keine spätere Sachaussage zum Steuerschulden-Clip gefunden; ab Mai 2026 sprechen sie bei einem anderen Thema öffentlich wohlwollend übereinander.
: Erstfassung ergänzt: elf Ereignisse und fünf Positionen aus sechs Originalvideos; die frühere Korrektur vom 26. Januar ist nun belegt. Der Stream vom 26. Januar wird nur sinngemäß wiedergegeben.
: Nachrecherche bis 30.09.2026: in den ausgewerteten Quellen keine neuen Aussagen, Verfahren oder Einigungen zum Steuerschulden-Clip nach dem 28.01.2026 gefunden; alle Januarvideos weiter online. Vier Ereignisse von April/Mai 2026 ergänzt, in denen sich beide zu einem anderen Thema übereinander äußern. Nicht ausgewertet: iKuchen-Videos vom 22. und 27.01.2026.
KuchenTV spricht in K0 über sinkende Einnahmen. Unmittelbar nach der Passage zur Auszahlung unter 14.000 Euro bezeichnet er 13.000 Euro monatlich selbst als hohen Betrag und erklärt, weshalb aus seiner Sicht offene Steuern und laufende Kosten dennoch ein Problem waren. Die Beträge sind seine Angaben, nicht unabhängig verifizierte Kontodaten.
„Und im März 2023 hatte ich wirklich die mit Abstand schlechteste Auszahlung von nicht mal mehr 14.000 Euro.“
„Versteht mich nicht falsch, 13.000 Euro im Monat zu machen ist immer noch unfassbar krass. Aber wenn du natürlich im Hinterkopf hast, ach, für 2021 muss ich noch so 200.000 Euro Steuern zahlen, dann reichen die 13.000 Euro meistens nicht mehr aus.“
Sashka benennt KuchenTV und sagt, er habe öffentlich über Steuerschulden gesprochen. Anschließend behandelt sie Ausschnitte über Einnahmen und Ausgaben.
„So wird zum Beispiel KuchenTV nicht müde, darüber zu berichten, wie er es geschafft hat, mehrere hunderttausend Euro an Steuerschulden anzuhäufen.“
Sashka grenzt KuchenTV ausdrücklich von „klassischem Mitleid“ ab und kritisiert dennoch das Muster, dass private Probleme in Creator-Content monetarisiert werden.
„… kein klassisches Mitleid, aber es zeigt trotzdem, dass man als Creator sogar aus seinen eigenen […] rentable Videos machen kann.“
KuchenTV sagt, die Zusammenstellung werfe ihn mit anderen Creatorn „in einen Topf“ und nehme Clips aus dem Zusammenhang.
„Mit diesen Leuten werde ich in einen Topf geworfen und das mit komplett aus den Zusammenhang gerissenen Clips aus meinem Steuerschuldenvideo, welches ich vor ein paar Tagen hochgeladen habe.“
Sashka sagt, sie habe ihn seit dem von ihr erwähnten Event in zwei Videos behandelt. Diese Zählung stammt von ihr und ist hier nicht unabhängig überprüft.
„Tatsächlich waren es auch nur zwei. Also einmal war es in diesem Video, wo es eben zu dem Event ging.“
Sashka erklärt ihren Zweck: Zuschauer sollen vor Spenden an gut verdienende Creator deren Situation kritisch einordnen. Sie weist zurück, KuchenTV mit direkten Spendenaufrufen gleichgesetzt zu haben.
„Und ich hatte KuchenTV aufgrund seiner häufigen Videos zu seinen Steuerschulden mit reingenommen, da ich immer wieder überrascht bin, wenn große YouTuber von privaten Problemen wie Steuerschulden erzählen, das dann tatsächlich sogar monetarisieren …“
Sashka zeigt die Stelle mit „Steuerschulden“ erneut und erwidert auf den Vorwurf, das Wort fehle. Zum fehlenden Link auf KuchenTVs Quelle sagt sie, sie habe ihn später ergänzt.
„Währenddessen regt er sich massiv darüber auf, dass ich mit keiner Silbe erwähnt haben soll, dass es eben seine Steuerschulden sind.“
In seinem Stream zu Sashkas Antwort räumt KuchenTV bereits ein, dass seine Behauptung über die angeblich fehlende Erwähnung der Steuerschulden falsch war. Zugleich hält er an seiner Kritik am Zuschnitt des später gezeigten Einkommensclips fest. Die Stelle wird sinngemäß nach zwei automatischen Transkripten wiedergegeben.
KuchenTV hält an seiner Kritik am Zuschnitt des konkret gezeigten Einkommensclips fest: Aus seiner Sicht fehlen dort seine Erklärung der Steuerbelastung und seine Aussage, dass das Einkommen trotzdem hoch war. Beide Aussagen stehen tatsächlich im ursprünglichen K0 kurz nach der verwendeten Passage.
„Ich zeige euch hier noch mal meine richtige Aussage.“
„Versteht mich nicht falsch, 13.000 Euro im Monat zu machen ist immer noch unfassbar krass. Aber wenn du natürlich im Hinterkopf hast, ach, für 2021 muss ich noch so 200.000 Euro Steuern zahlen, dann reichen die 13.000 Euro meistens nicht mehr aus.“
KuchenTV wiederholt in seinem kürzeren Video die bereits am 26. Januar im Stream geäußerte Korrektur: Seine frühere Aussage „in keiner einzigen Silbe“ war falsch, denn Sashka hatte „Steuerschulden“ erwähnt. Er unterscheidet diese Erwähnung weiterhin vom aus seiner Sicht fehlenden Kontext im späteren Clip.
„Und ja, sie hat recht. Mein Wording war einfach falsch.“
Bei einem anderen Thema, einem Creator-Konflikt ohne Bezug zum Steuerschulden-Clip, fordert KuchenTV Sashka in einem Reaktionsvideo auf, ihre früheren Videos dazu richtigzustellen. Eine Entschuldigung an sich selbst erwarte er nicht.
„Als ob Sashka sich irgendwann mal entschuldigen würde“
Nachdem Sashka sich zu diesem anderen Thema in einem eigenen Video geäußert hat, lobt KuchenTV sie dafür und merkt an, dass sie ihn diesmal in der Beschreibung als Quelle nennt. Über die Beschreibung des Januarvideos sagt das nichts.
„Aber hey, Sashka, dieses Mal hast du mich sogar als Quelle in der Beschreibung angegeben. Finde ich super.“
Sashka sagt in einem Video über Exposing-Kultur, KuchenTV sei in dem anderen Fall damals der Einzige gewesen, der der Betroffenen zugehört habe, und auch sie habe ihn dafür kritisiert. Seinen Kanal führt sie in der Beschreibung als Quelle auf.
„Und selbst dafür habe unter anderem auch ich ihn dafür kritisiert“
KuchenTV reagiert auf Sashkas Video vom 10. Mai und kommentiert die Passage über sich scherzhaft. Ob das mehr als ein Scherz ist, bleibt offen; eine ausdrückliche Versöhnung oder eine gemeinsame Aussage zum Steuerschulden-Clip wurde in den ausgewerteten Quellen nicht gefunden.
„Versteht mich nicht falsch, 13.000 Euro im Monat zu machen ist immer noch unfassbar krass. Aber wenn du natürlich im Hinterkopf hast, ach, für 2021 muss ich noch so 200.000 Euro Steuern zahlen, dann reichen die 13.000 Euro meistens nicht mehr aus.“