Methodik
BeefTube sammelt, was Creator öffentlich übereinander sagen, und ordnet es mit Belegen. Diese Seite erklärt, woher das Material kommt, wie wir es prüfen und wo die Grenzen liegen.
Was BeefTube ist – und was nicht
Eine Akte fasst einen öffentlichen Streit zusammen: wer was wann gesagt hat, mit Link auf die Originalstelle. BeefTube fällt kein Urteil darüber, wer recht hat, und erhebt keine eigenen Vorwürfe. Wir fassen nur zusammen, was bereits öffentlich ist.
Vorwürfe bleiben Vorwürfe: Wir schreiben „X wirft Y vor“ und nicht „Y hat …“. Was eine Person über sich selbst sagt, kennzeichnen wir als ihre Darstellung. Widersprechen sich Beteiligte, stehen beide Darstellungen mit Beleg nebeneinander.
In der Startphase fragen wir Beteiligte nicht selbst an. Stellungnahmen erscheinen, wenn sie öffentlich abgegeben wurden.
Woher das Material kommt
Wir beobachten eine feste Liste öffentlicher Kanäle und Medien, das Quellenverzeichnis. Von neuen Videos entstehen Transkripte: aus den Untertiteln der Plattform und zusätzlich aus einer eigenen, maschinellen Spracherkennung. Zitate übernehmen wir nur, wenn beide Fassungen an der Stelle übereinstimmen; weichen sie ab, lassen wir die unsichere Stelle weg.
Nicht jede Stelle wird von einem Menschen nachgehört. Wer ein Zitat überprüfen will, kommt über den Zeitstempel-Link direkt zur Stelle im Originalvideo.
Gerichtsentscheidungen stellen wir nur dar, wenn ein Beschluss, ein Urteil, eine Pressemitteilung des Gerichts oder ein belastbarer Bericht darüber vorliegt. Ist ein späterer Stand – etwa ein Rechtsmittel – nicht bekannt, steht dort „offen“.
Wie Belege funktionieren
Jedes Ereignis in einer Chronik trägt mindestens einen Beleg. Bei Videos führt der Link auf die Sekunde, bei Dokumenten nennen wir die Fundstelle (etwa „Tenor“ oder eine Randnummer). Jede Angabe trägt eine Kennzeichnung, wie gut sie belegt ist:
- Gericht – aus einer Entscheidung oder Mitteilung eines Gerichts.
- Belegt – direkt in einer Originalquelle nachvollziehbar.
- Medienbericht – so von einem Medium berichtet, Original nicht einsehbar.
- Parteidarstellung – so von einer beteiligten Person geschildert.
- Vorwurf – eine Behauptung gegen eine andere Person, nicht bewiesen.
- Offen – der weitere Stand ist nicht bekannt.
Sagen mehrere Kommentatoren dasselbe, ist es deshalb noch nicht bewiesen: Oft stützen sie sich auf denselben Clip. Wir suchen den Ursprung und nennen ihn.
Was wir bewusst nicht tun
Wir schätzen kein Vermögen, nennen keine Wohnorte, berichten nicht über Privat- und Familienleben, soweit es nicht selbst Gegenstand des öffentlichen Streits ist, und nennen keine Namen von Betroffenen, die nicht selbst öffentlich auftreten.
Wie KI eingesetzt wird
Transkripte, Entwürfe und Zusammenfassungen entstehen maschinell mit Sprach-KI. Automatische Prüfungen kontrollieren danach unter anderem, ob jede Aussage einen Beleg hat, ob Zitate wortgleich im Transkript stehen, ob Zeitstempel im Video liegen und ob Wohnortangaben auftauchen. Bevor eine Akte zum ersten Mal erscheint, wird sie redaktionell freigegeben.
Erscheinen danach neue öffentliche Quellen – ein neues Video eines Beteiligten, ein Beschluss, ein Presseartikel –, schreiben wir die Akte fort, auch automatisiert. Jede inhaltliche Änderung erhöht das Stand-Datum und steht im Änderungsprotokoll der Akte.
Grenzen
Automatische Untertitel verhören sich, besonders bei Namen und Umgangssprache. Die Auswahl der beobachteten Kanäle bestimmt mit, was wir überhaupt sehen. Und jede Akte gilt für den genannten Zeitraum: Was nach dem Stand-Datum passiert ist, steht dort noch nicht.
Fehler gefunden?
Hinweise auf Fehler, Korrektur- und Löschbitten bitte an [email protected], am besten mit Link auf die betroffene Stelle. Wir antworten in der Regel innerhalb von sieben Tagen. Berechtigte inhaltliche Korrekturen stehen im Änderungsprotokoll der Akte und gesammelt unter Korrekturen.